Jetzt bei arte: Unfassbar misogyner Scheißdreck

Auf meinem Bildschirm: John Travolta kämmt sich die Haare

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Saturday Night Fever – Eine Zeitreise in die Hölle der 1970er

Glitzernde Unterhaltung mit Discosound und einen Eintrag von meiner Filmklassiker-die-ich-nie-gesehen-habe-Liste streichen – so hatte ich mir mein Abendprogramm vorgestellt, als meine Wahl auf Saturday Night Fever aus der arte-Mediathek fiel.

Womit ich nicht gerechnet hatte: Ich erlebte diesen Film als Museum der Frauenverachtung. Hier gibt es “nette Mädchen” und es gibt “Steckdosen”. Frau muss sich entscheiden, denn wenn die Grenze einmal überschritten ist, führt kein Weg zurück. Kerls dagegen messen sich ungeniert an der Quote der Frauen, die sie “rumkriegen”. Das Reden mit und über Frauen ist überwiegend abwertend und wo immer sich eine Gelegenheit zu homophoben Äußerungen bietet, wird diese genutzt. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, ist eine Gruppenvergewaltigung in die Filmhandlung eingeflochten, nach der Täter und Zeugen locker flockig zum Tagesgeschäft übergehen. Dies ist in Saturday Night Fever das Hintergrundrauschen der Story, in deren Mittelpunkt die Entwicklung des Disco-Helden Tony Manero (John Travolta) steht. Zu alldem singen die Bee Gees schöne Lieder und es wird viel und hingebungsvoll getanzt.

Den weltweiten Einspielergebnissen zufolge müssen unzählige Menschen diesen Film gesehen haben, allein in Deutschland waren es im Jahr 1978 über drei Millionen. Ich bin froh, dass ich damals nicht dazu gehört habe. Jetzt bin ich neugierig, wie andere Personen diesen Kultfilm erlebt haben – früher oder heute. Teilt eure Erinnerungen, Eindrücke, Gedanken dazu gern hier in den Kommentaren!

Wer den Film aus dem Jahr 1977 frisch auf sich wirken lassen möchte, findet Saturday Night Fever bis zum 17. August 2026 in der arte-Mediathek.

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