Kategorie: VIB

  • Sommerbuchtipp No 2: Gentleman über Bord

    Sommerbuchtipp No 2: Gentleman über Bord

    Sich treiben lassen, ein paar Stunden lang…

    Gentleman über Bord ist ein schlankes Buch und das ist gut so. Mit nur zwei Sätzen hatte mich der Roman gepackt und erst nach 150 berührenden, tragischen, komischen und tiefgründigen Seiten wieder losgelassen. Lest selbst:

    “Als Henry Preston Standish kopfüber in den Pazifischen Ozean fiel, ging am östlichen Horizont gerade die Sonne auf. Das Meer war so still wie eine Lagune, das Wetter so mild und die Brise so sanft, dass man nicht umhinkam, sich auf wunderbare Art traurig zu fühlen.”

    aus: Herbert Clyde Lewis, Gentleman über Bord (übersetzt von Klaus Bonn), mare Verlag 2023 (HC) / 2025 (TB), S. 9.

    Für mich war dies eine unwiderstehliche Einladung, mich treiben zu lassen, der Strömung des Buches zu folgen und zu schauen, wohin sie trägt.

    Die Handlung hält, was der Titel verspricht: Standish, ein angesehener New Yorker Geschäftsmann, geht auf einer Schiffspassage im tropischen Pazifik über Bord. Ganz Gentleman bewahrt er Ruhe und Haltung – das Wasser ist warm, die Region ist frei von Haien, was soll schon passieren? Man wird ihn vermissen, das Schiff wird wenden und sich auf die Suche nach ihm machen. Es ist nur zunehmend irritierend, dass die Hilfe so lange auf sich warten lässt. Zeitgleich auf dem Schiff geht alles seinen gewohnten Gang. Durch eine Verkettung von Unachtsamkeiten, falschen Rücksichten und dysfunktionalen Kommunikationsketten bleibt lange unklar, dass ein Passagier fehlt.

    Quasi in Echtzeit beschriebt Herbert Clyde Lewis lakonisch und präzise, zugleich mitfühlend und distanziert, wie sich die Situation entwickelt. Abwechselnd beobachten wir das Geschehen auf dem Schiff und folgen Standish, der in der Weite des Ozeans seinen Gedanken nachhängt. Mit wachsendem Abstand von der zivilisierten Gesellschaft auf dem Schiff verabschiedet er sich von Kleidung und Konventionen, während die Zeit davonläuft und die Chancen auf seine Rettung immer geringer werden.

    Lewis’ Erzählweise und die Übersetzung von Klaus Bonn sind brillant. Die Konstruktion ist ausgefeilt, der Spannungsbogen perfekt. Jedes Wort sitzt, keines ist zuviel. Je weiter sich die Lage zuspitzt, umso stärker entfaltet die Geschichte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Die letzten Seiten habe ich fast atemlos verschlungen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich ein Buch jemals so gefesselt hat. Ich weiß, dass ich es, wie einige Erzählungen von Thomas Mann, nochmals lesen werde. Wahscheinlich nicht nur einmal. Auch die Spannung entfällt, weil ich das Ende kenne, bleibt der Genuss, einem raffinierten, vielschichtigen Werk von höchster sprachlicher Anmut immer wieder neu zu begegnen.

    Erschienen ist Gentleman über Bord bereits 1937, als Debütroman des US-amerikanischen Autors Herbert Clyde. Das Buch geriet bald in Vergessenheit. In den 2020er Jahren wurde es wiederentdeckt und für die Ausgabe des mare Verlags erstmals ins Deutsche übersetzt. Mittlerweile liegt es auch als urlaubstaugliches Taschenbuch vor, für das es nur einen einzigen, langen, ungestörten Lesenachmittag oder -abend braucht. Ich wünsche viel Vergnügen!

    Ihr wollt gute Menschen sein und die Vielfalt der Literaturlandschaft bewahren? Dann kauft das Buch nicht bei den marktbestimmenden Branchenriesen, sondern in einer unabhängigen Buchhandlung. in eurer Umgebung. Das geht auch online. Wenn ihr noch keine Herzensbuchhandlung habt, dann schaut einmal bei buchnah.de..

  • Jetzt bei arte: Unfassbar misogyner Scheißdreck

    Jetzt bei arte: Unfassbar misogyner Scheißdreck

    Saturday Night Fever – Eine Zeitreise in die Hölle der 1970er

    Glitzernde Unterhaltung mit Discosound und einen Eintrag von meiner Filmklassiker-die-ich-nie-gesehen-habe-Liste streichen – so hatte ich mir mein Abendprogramm vorgestellt, als meine Wahl auf Saturday Night Fever aus der arte-Mediathek fiel.

    Womit ich nicht gerechnet hatte: Ich erlebte diesen Film als Museum der Frauenverachtung. Hier gibt es “nette Mädchen” und es gibt “Steckdosen”. Frau muss sich entscheiden, denn wenn die Grenze einmal überschritten ist, führt kein Weg zurück. Kerls dagegen messen sich ungeniert an daran, wie viele Frauen sie “rumkriegen”, die Menge zählt, sonst nichts. Das Reden mit und über Frauen ist überwiegend abwertend und wo immer sich eine Gelegenheit zu homophoben Äußerungen bietet, wird diese genutzt. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, ist eine Gruppenvergewaltigung in die Filmhandlung eingeflochten, nach der Täter und Zeugen locker flockig zum Tagesgeschäft übergehen.

    Diese selbstverständliche Misogynie bildet in Saturday Night Fever ein (aus heutiger Sicht) beklemmend-widerwärtiges Hintergrundrauschen. Ich kann mich nicht erinnern, dass dies in den 1970ern großen Anstoß erregte. Täusche ich mich? Was bei mir ankam, war harmlos und vage positiv: Der attraktive Disco-Held Tony Manero (John Travolta) tanzt viel und hingebungsvoll in weißen Anzügen und die Bee Gees singen dazu schöne Lieder. Das war ansteckend, Disco wurde der neue Trend und brachte Glamour und Leichtigkeit mit sich.

    Den weltweiten Einspielergebnissen zufolge müssen unzählige Menschen diesen Film gesehen haben, allein in Deutschland waren es im Jahr 1978 über drei Millionen. Ich bin jetzt froh, dass ich damals nicht dazu gehört habe und sehr neugierig, wie andere Personen diesen Kultfilm erlebt haben – früher oder heute. Teilt eure Erinnerungen, Eindrücke, Gedanken dazu gern hier in den Kommentaren!

    Wer den Film frisch auf sich wirken lassen möchte, findet Saturday Night Fever bis zum 17. August 2026 in der arte-Mediathek.

  • Sommerbuchtipp No. 1: Pi mal Daumen

    Sommerbuchtipp No. 1: Pi mal Daumen

    Ich habe viel gelesen in den letzten Monaten, aber beim Schreiben stellte sich der Flow nicht ein. In der vergangenen Woche fiel mir Pi mal Daumen von Alina Bronsky in die Hände und weckte die Lust, schöne Bücher für entspannte Sommertage vorzustellen.

    Mit großer Leichtigkeit erzählt Alina Bronsky eine Freundschaftsgeschichte, die im Hörsaal ihren Anfang nimmt. Oscar, 16, mathematisch hoch- und ansonsten eher speziell begabt, sitzt mit Adelstitel und perfektem Karriereplan in seiner ersten Vorlesung. Dann platzt Moni herein. Anders als Oscar vermutet, ist die mit Stöckelschuhen und Ikea-Tasche ausgestattete Dame keine Putzfrau, die sich verirrt hat, sondern eine Kommilitonin, ebenfalls im ersten Semester. Die pragmatische Mittfünfzigerin hat mehrere Jobs und mehrere Enkel und sie verwendet erhebliche Mühen darauf, ihr Mathematikstudium vor ihrer Familie zu verheimlichen.

    Ich habe mit Vergnügen verfolgt, wie Oscar und Moni einander zur Stütze und manchmal auch zur Plage werden und wie sie im Studium wie im Leben über sich selbst hinauswachsen. Die Charaktere in Pi mal Daumen konnte ich schnell ins Herz schließen, denn sie fügen sich nicht in Klischees, sondern sind immer für eine Überraschung gut.

    Pi mal Daumen ist mein Sommerlesetipp mit viel Herz, der ohne eine Liebesgeschichte im engeren Sinn auskommt, leicht und witzig, aber nicht platt. Ein Geheimtipp ist Alina Bronskys Roman nicht mehr. 2024 wurde er zum Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen gewählt. Doch wenn ihr (wie ich) das Buch vor zwei Jahren verpasst habt, könnt ihr euch in diesem Sommer auf eine schöne Lektüre freuen.

    Ins Buch reinlesen könnt ihr auf der Seite des KiWi-Verlags, Falls ihr den Roman kaufen möchtet, dann seid so lieb (und so klug!) und schaut in der unabhängigen Buchhandlung eures Vertrauens vorbei, das geht auch online.

  • Tsundoku. Die Qual der Wahl.

    Tsundoku. Die Qual der Wahl.

    Im Japanischen gibt es ein Wort für das, was sich in meiner Wohnung abspielt: Tsundoku. Die Bücherstapel wachsen. Die Regale reichen nicht, Bücher rotten sich zusammen, wo immer sie Platz finden. Ich komme mit dem Lesen nicht hinterher und noch weniger mit meinen Buchempfehlungen.

    Heute zeige ich euch meine Fensterbank, auf der sich Arbeit und Vergnügen mischen. Rechts warten vier Bücher, die ich sehr gerne gelesen habe, auf ihre Besprechung. Links warten drei darauf, (weiter-)gelesen zu werden. Hier sind sie in meinem Blickfeld, eine Auswahl von vielen, die um Aufmerksamkeit buhlen. Die Lesezeit reicht niemals aus. Was tun?

    4 x gern gelesen

    Das Ministerium der Zeit : bedrückende Dystopie, fantastisch fabulierte Zeitreise, zarte Romanze, intersektionale Satire. Der Roman steckt voller Überraschungen und schert sich nicht um Genregrenzen.

    Furye : Mir fällt schwer, in Worte zu fassen, was mich an diesem Buch so gefesselt hat. Rasant, intensiv, vielschichtig.

    Die Enthusiasten: Lesespaß für Literaturliebende, Markus Orths verwöhnt mit feiner Sprache und verrückten Figuren. Im Vorteil ist, wer Laurence Sternes “Tristram Shandy” kennt.

    Fuckgirl: Lost auf dem Weg ins Post-Patriarchat? Lest dieses Buch!

    3 x Vorfreude

    Das Herz eines Schiffes: Ein kleiner Band mit Erzählungen aus der wunderbaren Reihe “Klassikerinnen des Meeres” des mare-Verlags. Passt gut in den Seesack, ich teile es mir ein – eine Geschichte pro Reise.

    Ein Leben lang gesucht: Diese Übersetzung erschien noch vor dem englischen Original. Jetzt warte ich auf das von Kae Tempest selbst eingelesene Hörbuch.

    Moby Dick: Die Adaption des Klassikers als Pappbilderbuch ist gelinde gesagt eigenwillig, aber fasziniert mich. Irgendwann werde ich sagen können: “Moby Dick? Das Buch habe ich an einem Nachmittag verschlungen!”

    Wohin mit der Bücherflut?

    Was mache ich mit viel zu vielen Büchern? Alle, die ich vielleicht noch einmal lesen möchte, ziehen um in mein privates Bücherregal. Bücher, die zu den Themenabenden passen, die ich gerade plane, finden ihren Platz im Arbeitszimmer. Die anderen ziehen weiter. An Freundinnen, Kolleginnen, Quizzies oder in einen öffentlichen Bücherschrank in der Umgebung.

    Hier heißt das: Die Enthusiasten behalte ich zum Vergnügen. Das Ministerium der Zeit und Fuckgirl wandern ins Arbeitszimmer und Furye wird über kurz oder lang freigelassen.

  • Doch lustig: A Serial Killer’s Guide to Marriage

    Doch lustig: A Serial Killer’s Guide to Marriage

    Ich mag keine lustigen Selbstjustiz-Krimis mehr lesen. Oder doch?

    Wirklich nachvollziehen kann ich nicht, wieso ich ausgerechnet zu “A Serial Killer’s Guide to Marriage” von Asia Mackay griff, als ich einen Titel für mein Krimi-Pflichtleserogramm auswählte. Aus der reichen Auswahl an Neuerscheinungen schien es eine gute Option, um mich an einem miesepampeligen Tag selbst zu nerven. Ein Kriminalroman mit extrasmarten, reichen, schönen Hauptfiguren, die die Welt ein wenig besser machen wollen, indem sie Menschen töten. Nicht schon wieder. Nicht lustig. Dachte ich.

    Da sollten ein paar Seiten reichen, um mir einen Eindruck zu bilden und zu schauen, ob und wem ich das Buch empfehlen kann. Warum habe ich “A Serial Killer’s Guide to Marriage” dann aber in kürzester Zeit und mit Vergnügen bis zur letzten Seite gelesen? Weil es sich ganz schnell anders entwickelte als erwartet.

    Der Anfang war wie befürchtet: Die mörderischen Eheleute trafen exakt das Klischee. Elitäre Übermenschen, die sich anmaßen, über Leben und Tod zu entscheiden. Ihre Mission und ihr gemeinsames Vergnügen: “böse Männer” ermorden und sich dabei nicht erwischen lassen. Mag man lustig finden, meinen Humor trifft das nicht. Doch schnell nahm die Geschichte Fahrt auf und dann einen so schrägen Verlauf, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die beiden am Ende aus dem Lügennetz herauskommen, in das sie sich Kapitel für Kapitel tiefer verstricken.

    Das erwartet euch: Haze und Fox tauschen ein Jet-Set-Leben, dem sie mit gelegentlichen Morden einen gewissen Kick verleihen, gegen eine geregelte Vorstadt-Existenz ein. Mit der Geburt ihrer Tochter schwören sie dem Töten ab. So ganz lässt sich dieses aber nicht vermeiden. Damit beginnt ein Versteckspiel, das abwechselnd aus der Perspektive beider Partner erzählt wird. Das ist absurd, lustig, anrührend, denn Hazel und Fox müssen nicht nur ihre Spuren vor dem jeweils anderen (und der Polizei) verwischen, sondern hadern auch mit den Rücksichten, zu denen sie sich als Eheleute und Eltern verpflichtet sehen. Hinter der anfangs so perfekten Fassade kommt ein Paar zum Vorschein, das mit dem ersten Kind seine Beziehung neu definieren muss und dabei ein paar Leichen mehr im Keller hat als gewöhnlich. Die Geschichte ist turbulent erzählt, voller überraschender Wendungen und auch der Schluss ist nicht vorhersehbar.

    Mein Fazit aus Buchhändlerinnensicht: Eine gute Wahl für alle, die Krimis mit schwarzen Humor und nicht allzuviel Blut mögen. Die Spannung entsteht aus dem Beziehungsspiel zweier sympathischer Psychopathen, Morde werden hier nicht aufgeklärt, sondern vertuscht. Keine kriminelle Hochliteratur, aber amüsant und spannend. Das sagen auch die Kund:innen, die das Buch bereits gelesen haben.

    Fairerweise kennzeichne ich diesen Beitrag als *WERBUNG*. Das Buch ist mir als Leseexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt worden. Dies hat meine Entscheidung beeinflusst, diesem Titel Lesezeit zu widmen, aber keinen Einfluss auf meine Bewertung.

  • Bereit zum Abtauchen? Pearl, Königin der Meere

    Bereit zum Abtauchen? Pearl, Königin der Meere

    Karibikflair, Abenteuer und Liebe

    Wer eine Auszeit vom Alltag sucht, kann in Elisabeth Herrmanns Roman “Pearl, Königin der Meere” in eine exotische Welt voller Abenteuer abtauchen. Dort, in der Karibik, im 18. Jahrhundert, kämpft Pearl, die Tochter der legendären Piratin Anne Bonny, auf über 600 Seiten um ihr Leben, ihre Liebe und ihren Traum von einem Neuanfang am anderen Ende der Welt.

    “Pearl” zählt zu meiner selbst ausgewählten Pflichtlektüre. Aus den Frühjahrs- und Herbstprogrammen der Verlage lese ich je eine Neuerscheinung aus den Bereichen leichte Unterhaltung, YA/NA/Romantasy, Krimi. Als Quereinsteigerin im Buchhandel erarbeite ich mir auf diese Weise nach und nach Beratungskompetenz in Genres, die bisher nicht auf meiner Leseliste vertreten waren. Das macht mal mehr, mal weniger Freude, und auf ein Buch, das ich bis zum Ende lese, kommen einige, die ich nach wenigen Seiten oder Kapiteln abbreche.

    Mit dem Piratinnenroman von Elisabeth Herrmann habe ich auf Anhieb einen guten Griff getan. Das Cover finde ich zwar eher abstoßend, aber dafür fällt das Setting (Segelschiffe! Seefahrt! Seeleute!) genau in mein Beuteschema. Die Geschichte von Anne Bonny und Mary Read war mir in groben Zügen bekannt. Ich wusste, dass die beiden tatsächlich existiert haben und als berüchtigte Piratinnen in die Geschichtsbücher eingegangen sind. Ich war neugierig, wie sich auf diesem Hintergrund eine romantische Handlung entfaltet, und so machte “Pearl” das Rennen vor den vielen anderen neuen Unterhaltungsromanen dieses Frühjahrs.

    Auch wenn sich früh abzeichnete, mit wem Pearl auf der letzten Seite an welchem Ort zu finden sein würde, las sich der Weg dorthin unterhaltsam, spannend und lange nicht so kitschig wie das Cover befürchten ließ. Ich hatte wenig erwartet, was mich packen könnte – eine Liebesgeschichte mit Hindernissen vor einer letztlich austauschbaren Kulisse. Damit hatte ich das Buch unterschätzt, denn ich bekam einen clever konstruierten,solide rechercherten historischen Roman, in den eine Liebesgeschichte mit Hindernissen eingebettet war. Elisabeth Herrmann entwickelt Pearls Geschichte aus dem Kontext eines Zeitalters extremer Ungleichheit – geprägt von der Grausamkeit des Kolonialismus und des Sklavenhandels, von prekären Lebensverhältnissen für unzählige Besitz- und Rechtlose, in der Karibik wie in Europa. Die Piraterie schafft hier eine Gegenwelt, freie und gleichberechtigte Menschen, die die vorgegebenen Regeln nicht gelten lassen. Letztendlich erweist sich aber auch ihre Welt als grausam und unmenschlich. Elisabeth Herrmann romantisiert das Piratenleben nicht. Stattdessen macht sie die Härten des Lebens im 18. Jahrhunderts nahvollziehbar, nah an den historischen Fakten. Das hat mir gut gefallen.

    Nach der Lobhudelei die Kritik: In einigen Passagen kommt mir die Handlung etwas zu glatt voran oder ich empfinde sie nicht 100% stimmig, manche Nebenfiguren erscheinen mir unscharf oder etwas arg stereotyp. Dies möchte ich dem Buch aber nicht zum Nachteil auslegen. Dass es mich stört, liegt an meinen persönlichen Lesevorlieben – ich werde gern irritiert, ich mag es, wenn mit meinen Vorurteilen gespielt, mein Denken in Frage gestellt wird. Das darf dann auch ruhig etwas anstrengend sein. Ein guter Unterhaltungsroman hat andere Aufgaben. Er soll Auszeiten in den Alltag bringen, einen Raum schaffen, um abzuschalten und Erholung zu finden. Dafür ist “Pearl. Königin der Meere” bestens aufgestellt, denn es fällt leichter, sich in eine Welt hineinzufinden, wenn die Charaktere und die Handlung eher konventionellen Erwartungen folgen, statt sie zu verletzen.

    Ich bin mit geringen Erwartungen an das Buch herangetreten und wurde positiv überrascht. Ich rechnete mit Kitsch, gewürzt mit einer Prise Abenteuer. Ich bekam Abenteuer, gewürzt von einer Romanze und dazu einen solide recherchierten und unsentimentalen Einblick in die Piraterie und ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext. Was mir auch gut gefallen hat, selbst wenn ich es nur ein subjektiver Eindruck ist, den ich an nichts konkretem festmachen kann: Auf mich wirkt das Buch so, als hätte die Autorin leidenschaftliche Freude am Schreiben und an den Recherchen gehabt, und sähe es als Privileg an, Menschen mit dieser Geschichte zu unterhalten und ihnen Freude zu bereiten. Auf freundlich-neugieriger Augenhöhe mit den Leserinnen. Bestsellerautorin, zu Recht.

    Meine Freude: Ich kann einen Haken auf meiner Pflichtleseliste setzen, und habe das Buch in diesem Rahmen sehr gern gelesen. Jetzt freue ich mich darauf, den Roman mit den passenden Leserinnen zusammenzubringen.

    Reinlesen könnt ihr hier auf der Seite des Verlags. Wenn kaufen, dann bitte euer unabhängigen Buchhandlung vor Ort oder online – schaut gerne bei buchnah.de.

    Fairerweise kennzeichne ich diesen Beitrag als WERBUNG, denn ich habe das Buch als Leseexemplar zu Verfügung gestellt bekommen. Meine Empfehlungen sind unabhängig davon, ob ich ein Buch gekauft, in einem Bücherschrank gefunden, geschenkt bekommen oder als Leseexemplar erhalten habe.

  • Lesen: Durch das Raue zu den Sternen + Bonustipp

    Lesen: Durch das Raue zu den Sternen + Bonustipp

    Zwei Romane von Christopher Kloeble = zwei Meilensteine für mich

    “Das Museum der Welt” zählt zu den Büchern, mit denen ich in meine neue Rolle als Buchhändlerin hineinwuchs. Es war einer der ersten Titel, die ich voller Überzeugung mit den passenden Menschen zusammenbringen konnte und dazu sehr gute Rückmeldungen bekam. Das war 2020. Einige Jahre später durfte ich einen Vorabdruck von “Durch das Raue zu den Sternen” lesen und einen Buchhändlerinnen-Blurb für die Verlagsvorschau verfassen – eine Premiere für mich und genau so aufregend wie die ersten Buchverkäufe.

    Diese zwei Romane von Christopher Kloeble lege ich allen ans Herz, die Freude an schöner und präziser Sprache haben und Geschichten mit überraschend changierenden Bedeutungsebenen schätzen. In beiden Fällen ist die zentrale Figur ein Kind, das Verluste erlebt hat, mit besonderen Begabungen ausgestattet ist und sich auf eine Mission begibt, die kein Erwachsener so entschlossen und radikal verfolgen könnte. Die Charaktere berühren mit ihrer Verletzlichkeit, ihrer Intensität und ihrem ganz eigenen Blick auf die Welt.

    Ich mache es mir bequem und teile hier die Empfehlungen, die ich für die Buchhandlungswebsite bzw. die Verlagsvorschau geschrieben habe. Wollt ihr mehr wissen? Ich freue mich über jeden Kommentar und jede Rückfrage.

    Der aktuelle Titel “Durch das Raue zu den Sternen” nimmt uns mit in die bayerische Provinz der 1990er Jahre. Dort beginnt die Geschichte von Moll, einem Mädchen, dem die Mutter abhanden gekommen ist.

    Wenn Beethoven eine Frau war, kann ein Mädchen im Knabenchor singen. Arkadia Fink, genannt “Moll”, ist von beidem fest überzeugt. Musik verbindet die 13-jährige Moll mit ihrer Mutter, auf eine Weise, die Worte nicht ausdrücken können. Nun ist Molls Mutter verschwunden. Zurückgelassen hat sie ihren geliebten Flügel, ihre unvollendeten Kompositionen und einen Vater, der Moll keinen Halt geben kann. Im Vertrauen auf die Kraft der Musik setzt Moll alles daran, ihre Mutter zurück in ihr Leben zu holen. Voller Fantasie und wild entschlossen überwindet sie Konventionen und Bedenken. Nichts kann sie aufhalten. 

    Beim Lesen des Vorabdrucks habe ich mich zuerst schwer getan – den Anfang fand ich etwas verwirrend, überfrachtet. Im zweiten Anlauf hat mich das Buch dann mitgerissen. Tolle Figuren! Arkadia Fink geht ans Herz, mit ihrer Kompromisslosigkeit und Hingabe. Alle, die den Roman bevölkern, sind so fein und stimmig und hauchzart überspitzt gezeichnet, dass alles Ernste und Schwere immer auch ein wenig leicht ist. So viel Gefühl und Musik in einem Buch. Es schreit nach einer Playlist! 

    Christopher Kloeble hat einen berührenden Roman komponiert, der nachklingt und Lust darauf macht, genau hinzuhören. So wie die großen Tondichtungen von Beethoven, Mozart und anderen, die Moll auf ihrem Weg “durch das Raue zu den Sternen” begleiten. 

    Eine zweite Meinung zu diesem Buch findet ihr hier im Forum Wermelskirchen, einem offenen Nachrichtenportal für unsere Stadt. Weil die Lesevorlieben in unserem kleinen Team recht unterschiedlich sind und es nur selten vorkommt, dass ein Titel mich und meine Kollegin Andrea gleichmaßen begeistert, haben wir unsere Doppelempfehlung dort eingereicht.

    “Das Museum der Welt” spielt in Indien, ein historischer Roman, der eine deutsche Forschungsexpedition der 1850er-Jahre als Ausgangspunkt nimmt, um eine raffinierte Geschichte zu spinnen. Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen und es hat immer noch einen Platz in meinem Bücherschrank, anders als viele Leseexemplare, die nach kurzer Zeit weiterziehen dürfen. Hier meine Empfehlung aus dem Jahr 2020 – ich hoffe, sie ist gut gealtert und macht euch Lust auf dieses Buch:

    „Das Museum der Welt“ von Christoph Kloeble ist zugleich fesselnde Abenteuergeschichte, historischer Roman, Reise- und Entdeckungsbericht, Spionagethriller und Entwicklungsroman.

    Ein Buch, bunt und schillernd wie der indische Subkontinent, den die Brüder Schlagintweit Mitte des 19. Jahrhunderts im Geiste Humboldts vermessen und katalogisieren wollen. Um diese wenig bekannte, aber historisch belegte Forschungsexpedition rankt sich der Roman, der auch den anonymen einheimischen Mitreisenden ein Gesicht und eine Stimme gibt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Bartholomäus, einem außergewöhnlich begabten Waisenkind. Unfreiwillig begleitet das Sprachentalent die Schlagintweits als Übersetzer auf der langen und gefährlichen Reise durch Indien und den Himalaya. Sein offener und scharfer Blick zeigt die deutschen Forscher, die englischen Kolonialherren und sein eigenes Land aus einer ungewohnten Perspektive.

    Mich begeistert der Roman, weil er ein großartiges Lesevergnügen mit Witz, Tempo und Hintersinn bietet und dabei die Wurzeln und Folgen der westeuropäischen Kolonialpolitik hinterfragt.

    Kleiner Disclaimer: Es ist wahrscheinlich fair, diesen Beitrag als *WERBUNG* zu kennzeichnen, denn, wie das Foto zeigt, habe ich beide Romane als Leseexemplare vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Dies hat keinen Einfluss auf meine Bewertung. Ich mache hier genauso gern *WERBUNG* für Bücher, die ich selbst gekauft habe und bekomme andererseits reichlich Leseexemplare, die ich hier mit Sicherheit nicht vorstellen werde.

  • Das Meer, die Liebe, der Mut aufzubrechen

    Das Meer, die Liebe, der Mut aufzubrechen

    I’m back. Mit einem Backlist-Tipp.

    Das Meer – mein Thema. Die Liebe – eher nicht. Der Mut aufzubrechen – unerlässlich, an jedem einzelnen Tag. Den Neuanfang hier mache ich mir leicht, mit einer Empfehlung, die ich 2020 für die Buchhandlungs-Homepage verfasst habe. Zum Glück ist “Das Meer. Die Liebe. Der Mut aufzubrechen” von Andrea Marcolongo noch lieferbar (Stand 03/2026), das ist leider nicht selbstverständlich für einen Titel, der vor über 5 Jahren erschienen ist.

    Ich lade euch ein auf eine Fahrt ins Ungewisse. Reiseleiterin Andrea Marcolongo nimmt euch mit auf eine Expedition in die Antike, zu den Wurzeln unserer Kultur und zu unseren ureigenen Wünschen und Ängsten.

    Die junge Altphilologin Andrea Marcolongo erzählt die Argonautensage neu. Ihre Liebe zur altgriechischen Sprache und Kultur und ihre Überzeugung, dass die antiken Mythen uns auch heute etwas zu sagen haben, prägen dieses Buch. Entlang der großen, alten Geschichte von Jason und seinen Begleitern, vom Heldenmut und dem Aufbruch ins Ungewisse, wirft sie einen Blick auf unsere Zeit. Mit der Distanz von Jahrtausenden, freundlich und zugleich unerbittlich, mit feinem Humor und großer Menschenliebe stellt sie in Frage, mit welchen Zielen wir uns zufrieden geben und was heute als Mut gilt.

    Es entsteht eine faszinierende Wundertüte von einem Buch: Ein antiker Mythos, kenntnisreich dargestellt, ein philosophischer Essay über unseren Stand im Leben, ein Wegweiser, der uns ermuntert, unsere Ziele zu hinterfragen und neue Wagnisse einzugehen.

    Dieses Buch stand ganz und gar nicht auf meiner Wunschliste, aber es hat sich mir so hartnäckig aufgedrängt, dass ich irgendwann nachgegeben habe. Zum Glück! Es liest sich nicht eben nebenbei, braucht Zeit und wirft nicht nur gefällige Fragen auf, aber mich hat die Lektüre bereichert und berührt. Gedanken aus diesem Buch blitzen immer wieder in meinem Alltag auf und zeigen scheinbar Selbstverständliches in einem anderen Licht. Was kann ein Buch mehr bewirken?

    Ich freue mich darauf, dieses wunderbare Buch aus dem Folio-Verlag mit etwas Abstand noch einmal zu lesen. Es wird mich sanft durch das Frühjahr begleiten, zum Aufbruch locken, bis ich endlich wieder auf dem Meer bin.

    Mehr Infos zum Buch und zur Autorin sowie eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des Verlags. Kauft Bücher bitte immer in euer Buchhandlung vor Ort (das geht auch online). Dankeschön!

  • Bertolt, brech! – Time to say goodbye…

    Bertolt, brech! – Time to say goodbye…

    Zu viele Bücher. Zu wenig Platz. Da hilft nur: Aussortieren.

    Meine Bücher wohnen nicht in Regalen, sondern in einem Schrank. Genauer gesagt: in sechs schönen Schrankmodulen, die mir vor Jahrzehnten zugelaufen sind. Wer einmal hier gelandet ist, bleibt. Vielleicht nicht für immer, aber für längere Zeit.

    Zu den Arrivierten kommen die Vagabunden. Sie campieren auf dem Schreibtisch oder neben dem Sofa, stapeln sich auf Schränken und Beistelltischen. Die meisten sind in Bewegung, wollen gelesen, rezensiert, verschenkt werden. Andere warten still auf ihren Einsatz in einem der Projekte, die in meinem Kopf herumspuken. Ich passe auf, dass die Bücherstapel sich nicht unkontrolliert vermehren, aber es ist schwierig und gelingt nicht immer. Wenn ihr Anblick statt Leselust den Drang weckt, wegzulaufen oder aufzuräumen, muss etwas passieren.

    Vorgestern traf mich ein Gedankenblitz, eine vage Idee, wie ich die Bücher anders organisieren könnte. Gestern probierte ich es aus. Eine Auswahl besonderer Bücher, die mir zuverlässig gute Laune und Inspiration schenken, sollten ihren eigenen Platz bekommen. So bezogen einige Comics, Gedichtbände, Bilderbücher ein gemeinsames Fach im Bücherschrank.

    Das war ein guter Anfang für eine Totalveränderung. Ich räumte meinen Leseplatz um, verrückte Schränke, Sessel, Lampen. Jetzt sieht es luftiger aus und bietet neue Perspektiven. Neben meinem “Inspirationsfach” sammeln sich die aktuellen Lese- und Rezensionsexemplare. Drei Fächer (und nicht mehr) sind reserviert für “Projektbücher” und ich bin zuversichtlich, dass mir dies hilft, mich zu fokussieren und Ideen umzusetzen oder aufzugeben, um Raum für bessere zu schaffen.

    Das Zimmer ist voll mit Bücherstapeln, weil ich die Schänke nur bewegen kann, wenn sie leer sind. Viele Nomaden haben einen Platz gefunden. Die meisten alteingesessenen Bewohner der Bücherschränke sind im noch im Campingurlaub. Nicht alle werden zurückkehren.

    Zu lange fehlte in den Bücherschränken der Wandel. Seit meinem letzten Umzug sind viele Bücher dazu gekommen und nur wenige gegangen. Jetzt entscheide ich für jeden Titel neu: behalten, verschenken, entsorgen?

    Leichten Mutes und ohne Reue nehme ich Abschied von den meisten Schullektüren und ungeliebten Titeln aus dem Studium. Bye bye, Brecht und Böll. Ich werde euch nicht vermissen. Adios, zerfetzter, bekritzelter Shakespeare. Du hast eine schönere Ausgabe verdient – und ich eine zweisprachige.

  • Überraschung: Lesevergnügen in Pink

    Überraschung: Lesevergnügen in Pink

    Ein guter Griff: Bea Fitzgerald – Girl. Goddess. Queen.

    Seit ich in der Buchhandlung arbeite, lese ich pro Halbjahr mindestens einen aktuellen Krimi, einen leichten/seichten Unterhaltungsroman, einen historischen Roman oder einen Fantasy-Titel, ein Jugendbuch, ein Kinderbuch. Nicht alles davon lese ich gern. Schlimm sind Krimis, die lustig sein wollen, aber nicht sind. Schlimmer sind verwickelte Liebesdramen auf Nord- oder Ostseeinseln. Am schlimmsten ist Romantasy, mit gebrochenen Helden, die nur duch die Liebe (Unterwerfung?) einer Frau gerettet werden können.

    Auf der Suche nach einem Buch fürs Wochenende sprang mir der leuchtend pinkfarbene Band Girl. Goddess. Queen. von Bea Fitzgerald ins Auge. Eine Chance, gleich drei Punkte meines Pflichtprogramms mit nur einem Buch abzuhaken: Romance (PINK!), Fantasy (GÖTTER!), Jugendbuch (YOUNG ADULT!). Meine Erwartung: schlimmste Romantasy. Was ich bekam: das vergnüglichste Lesewochenende seit langem! Ich habe Girl. Goddess. Queen. verschlungen.

    Bea Fitzgerald greift den Mythos um Persephone auf. In der klassischen Erzählweise entführt Hades die Göttin in die Unterwelt und nimmt sie gegen ihren Willen zur Frau. In diesem Roman ist alles ganz anders. Persephone sucht Schutz bei Hades, denn die Pläne ihres Vaters Zeus und ihrer Mutter Demeter machen ihr Angst. Soll sie mit einem der anderen Olympier verheiratet werden?

    Die Geschichte entwickelt sich rasant, mit vielen überraschenden Wendungen. Persephone, Hades und die anderen Charaktere aus der Unterwelt sind liebevoll gezeichnet, als würde die Autorin den Vorbildern aus der griechischen Sagenwelt erlauben, die beste, glücklichste Version ihrer Selbst zu werden. Hier wird die Hölle zu einem Ort, wo sie aneinander wachsen und lernen, zu ihren Wünschen und Bedürfnissen zu stehen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen und ein wenig auch um Liebe. Spicy wird es nicht.

    Die Altersempfehlung des Verlags liegt bei 14 Jahren. Ich würde es ohne Bedenken auch Zwölfjährigen verkaufen, wenn sie gern und viel lesen und eine spannende Geschichte mit einem Hauch Romantik suchen.

    Bea Fitzgerald hat einen weiteren Roman veröffentlicht, der in der griechischen Sagenwelt verortet ist. Princess. Prophet. Saviour. spielt während der Belagerung Trojas. In diesem Krieg, der nur Verlierer kennt, kämpfen Helena und Kassandra darum, die Katastrophe zu verhindern. Dieses Buch ist düsterer, ernster und intensiver als das erste. Hier finde ich die Altersempfehlung ab 14 Jahren etwas gewagt. Der Kampf um Troja ist gewaltsam, die Figuren leben in ständiger Bedrohung, ihre inneren Konflikte berühren Fragen, die sich eher Erwachsene stellen und die Szenen, in denen Figuren sich näher kommen, sind ein wenig spicy.

    Mir gefällt Bea Fitzgeralds zweiter Roman sehr, weil er wieder die Welt der griechischen Götter und Helden auf den Kopf stellt. So unterschiedlich die Bücher im Tonfall und in der Tiefe sind – in beiden stellen sich die Charaktere mutig, klug und kreativ der göttlichen Willkür entgegen. Sie verlassen die Wege, die ihnen in den alten Geschichten vorbestimmt sind und kämpfen um Selbstbestimmung, Liebe und Respekt.

    Ich freue mich auf das dritte Buch der Reihe. Girl. Lover. Legend. handelt von Pandora, die das Unglück in die Welt gebracht haben soll, Die deutsche Übersetzung erscheint Ende Oktober.